Jahr 2018

Im Jahr 2018 kamen die Störche erneut. Leider wurden beide möglichen Standorte (Mahlbusen plus neuer Mast in Wesenitz) nicht angenommen. Die Störche des letzten Jahren besetzten den Schornstein in der Talstraße und bauten dort (um das Rohr) erneut ein Nest. Die Feuerwehr entfernte es erneut, bevor das Storchenpaar mit dem brühten beginnen konnte. Daraufhin flog das Paar weiter nach Wesenitz und nutzte erneut den Schornstein vom Wohnhaus der Mühle, welcher bereits im Jahr 2017 beräumt wurde und mit einem Rohr gesichert wurde.

 

Aber auch auf dem Schornstein in der Talstraße versucht sich ein Jungstorch (schon wieder) am Bau eines Nestes, obwohl dieser mit einer Haube gesichert ist.

 

Update 17.06.2018: Am Nistplatz Wohnhaus Mühle wurden heute 3 Jungstörche gesichtet. Der Jungstorch am Nistplatz Wohnhaus Talstraße baut weiter,  jedoch weiterhin ohne Partner.

 

INFORMATION ZU DEN NISTPLÄTZEN 2018

  1. Aktiver Schornstein Wohnhaus Mühle: Das Paar aus der Talstraße errichtete ein neues Nest, im Juni sind 3 Jungstörche geschlüpft. 
  2. Aktiver Schornstein Wohnhaus Talstraße 1: Nest erneut entfernt, Schornstein nun mit Haube gesichert, erneuter Bau eines Nestes im Anschluss durch einen anderen Jungstorch
  3. Storchenmast Mahlbusen: bisher nicht genutzt
  4. Storchenmast Wesenitz: bisher nicht genutzt

Jahr 2017

Überraschend tauchten im Frühjahr 2017 zwei Störche, vielleicht das vorjährige Paar, wieder in Lochau auf. Auf dem alten Schornstein (Wohnhaus Mühle) hielten sich keine Äste mehr und so hielten sie sich meist in der Elsteraue auf. Der Regionalverband Merseburg-Querfurt des Naturschutzbundes Deutschland e. V. und die Fachgruppe „Ornithologie und Vogelschutz“ Merseburg e. V. beschlossen, den Störchen zu helfen und einen Mast mit Storchennest auf der Wiese hinter der Mühle (Wesenitz) zu errichten. Die Naturschutzbeauftragte Martina Hoffmann und der Storchenbeauftragte Arnulf Ryssel klärten die Eigentumsverhältnisse der Wiese, beantragten den Schachtschein und organisierten Spenden und Sponsoren. Es beteiligten sich 14 Spender, sodass die notwendigen Mittel bereitstanden. Die Firma Elektro Bohnefeld aus Löbejün, die schon weitere Nestmasten im Saalekreis errichtet hatte, wurde mit der Lieferung und Aufstellung des Mastes beauftragt.

 

Inzwischen hatte das Storchenpaar einen weiteren dicken Schornstein im Dorf (Talstraße 1)entdeckt und begann auch auf ihm Nistmaterial abzulegen. Dieser Schornstein war noch aktiv. Die Feuerwehr musste auch dieses Nest entfernen. Ein langes Rohr auf der Esse sollte einen neuen Nestbau verhindern. Die Störche ließen sich aber nicht davon abhalten, auf die Ränder der Esse weiteres Nistmaterial zu schaffen. Einen nur vier Meter hohen Nestmast an der Elster, der mit dem alten Nistmaterial verbessert wurde, nahmen sie nicht an und ogen dann fort. Am 14. Dezember 2017 klappte es dann mit der Errichtung des acht Meter hohen Mastes mit der von den Ornithologen gemachtenen Nestunterlage.

 

Information zu den Nistplätzen 2017

  1. Aktiver Schornstein Wohnhaus Mühle: Ohne Nutzung
  2. Aktiver Schornstein Wohnhaus Talstraße 1: Nest zweimal errichtet (nach Beseitigung), keine Brut
  3. Storchenmast Mahlbusen: bisher nicht genutzt (Nest nach Umsetzung nicht angenommen)
  4. Storchenmast Wesenitz: bisher nicht genutzt

Jahr 2016

Im Frühjahr 2016 erschien ein Storchenpaar und errichtete hinter der alten Mühle in Lochau (Saalekreis) auf einem dicken Schornstein ein Nest. Die Esse war noch in Betrieb, sodass der Schornsteinfeger aus Brandschutzgründen den Abbau des Nestes verfügte. Am 04.06. wurden die vier vorhandenen Eier in Anwesenheit von Dr. M. Kaatz vom Storchenhof Loburg sichergestellt und dort in den Brutkasten gelegt. Es schlüpfte ein Jungstorch. Die anderen drei Embryos waren wohl durch die heißen Abgase, die durch das Nest zogen, abgetötet worden. Der kleine Adebar wurde aufgezogen und später in ein Nest mit gleichgroßen Jungen gesetzt. Das “Findelkind“ wurde mit seinen „Geschwistern“ groß und zog im Herbst ins Winterquartier.  (Text Ingo Hermann, Saale-Elster-Luppe-Auen Kurier, Ausgabe Februar 2018)

 

INFORMATION ZU DEN NISTPLÄTZEN 2016

  1. Aktiver Schornstein Wohnhaus Mühle: Nest errichtet, 4 Eier, ein Jungstorch geschlüpft, Nest entfernt
  2. Aktiver Schornstein Wohnhaus Talstraße 1: bisher nicht genutzt
  3. Storchenmast Mahlbusen: bisher nicht genutzt
  4. Storchenmast Wesenitz: bisher nicht genutzt

Jahr 2015 und davor

Störche wurden vereinzelt im Ortsgebiet gesichtet, haben hier aber (soweit bekannt) nicht genistet. Der Storchenmast am Schöpfwerk (Mahlbusen) ist seit Errichtung unbenutzt.